Klinika dla Małych Zwierząt Wąsiatycz Ultraschallabteilung

  • Wir gewährleisten höchste Standards in der tierärztlichen medizinischen Versorgung.

  • Ultraschalldiagnostik

    Die Ultraschalluntersuchung ist eine der modernen und nichtinvasiven diagnostischen Methoden, die in unserer Klinik eingesetzt werden. Sie ist eine sichere und völlig schmerzfreie Methode zur Untersuchung der Organe der Bauchhöhle, des Brustkorbs, der Strukturen im Halsbereich sowie oberflächlicher Haut- und Unterhautveränderungen. Heute wird Ultraschall zunehmend auch zur Untersuchung der Strukturen des Augapfels eingesetzt.

    Grundprinzipien der Funktionsweise des Ultraschallgeräts

    Diese Untersuchung basiert auf Ultraschallwellen unterschiedlicher Frequenz, die vom Schallkopf des Geräts ausgesendet und gleichzeitig wieder empfangen werden. Dies ist durch den piezoelektrischen Effekt möglich. Treffen die Ultraschallwellen auf das untersuchte Gewebe, werden sie reflektiert. Je nach Medium, auf das die Ultraschallwelle auf ihrem Weg trifft, kann es zu Brechung, Beugung oder Streuung kommen. In der tierärztlichen Praxis haben sich unter den verschiedenen Schallkopfarten vor allem Sektorschallköpfe mit 3,5 MHz, 5 MHz und 7,5 MHz durchgesetzt. Sie unterscheiden sich hinsichtlich der Eindringtiefe in das Gewebe. Das liegt daran, dass mit steigender Frequenz der Welle auch ihr Dämpfungskoeffizient in den untersuchten biologischen Strukturen zunimmt. Daher kann ein Schallkopf mit einer Frequenz von 3,5 MHz bis in eine Tiefe von 15 cm „reichen“, während ein Schallkopf mit einer Frequenz von 7,5 MHz nur bis 7 cm reicht. Deshalb werden Schallköpfe mit niedriger Frequenz bei der Untersuchung großer Hunde eingesetzt, solche mit höherer Frequenz dagegen bei kleinen Tieren wie Hunden kleiner Rassen, Katzen, Kaninchen oder Frettchen.

    Das Ultraschallbild kann in drei Darstellungsformen dargestellt werden:

    1. A-Modus – die älteste Form der Bilddarstellung, heute in der Augendiagnostik verwendet.
    2. B-Modus – hier kann ein statisches oder ein Echtzeitbild dargestellt werden. Letzteres wird allgemein bei der Untersuchung der Organe der Bauchhöhle sowie des Herzens eingesetzt.
    3. M-Modus – wird am häufigsten in der Echokardiographie verwendet und dient der Untersuchung beweglicher Strukturen.

    Das Bild der Organe, das wir während der Untersuchung auf dem Monitor sehen, wird nach ihrer Echogenität beschrieben. Man unterscheidet daher:

    • anechogene (echofreie) Strukturen, z. B. Körperflüssigkeiten,
    • hypoechogene Strukturen, z. B. Muskeln,
    • hyperechogene Strukturen, z. B. Knochen, Gas.
  • Anwendungsbereiche der Ultrasonographie

    Mit Ultraschall untersuchen wir innere Organe wie Leber, Nieren, Milz, Harnblase oder das Fortpflanzungssystem, um eine zuvor aufgestellte Hypothese über die Ursachen der Beschwerden des von uns untersuchten Tieres zu bestätigen oder auszuschließen.


    Leber

    Um dieses Organ darzustellen, wird das untersuchte Tier auf den Rücken oder auf die Seite gelagert, und der Schallkopf wird im Bereich unter dem Rippenbogen angelegt und vorsichtig in Richtung Brustbein gedrückt. Eine erhebliche Erschwernis bei der Untersuchung kann Gas im Magen darstellen, deshalb ist es sinnvoll, dem Patienten unmittelbar vor der Untersuchung eine kleine Menge Wasser zu geben, wobei gleichzeitig darauf zu achten ist, dass er nüchtern bleibt. In dieser Position kann auch das Gallensystem untersucht werden, insbesondere die Gallenblase, die als ovale bzw. runde anechogene Struktur sichtbar ist. Zu den am häufigsten diagnostizierten Erkrankungen der Leber und der Gallenwege gehören unter anderem Fettleber, Entzündungen, Tumoren, Gallensteine, Entzündungen der Gallenblase und viele andere.


    Milz

    Die Lagerung des Patienten ist ähnlich, das Bild dieses Organs erhält man jedoch, indem der Schallkopf an der linken Körperseite des Tieres angelegt wird. Beurteilt werden die Größe des Organs und das Erscheinungsbild des Parenchyms. Zu den am häufigsten diagnostizierten Erkrankungen der Milz gehören Tumoren und Torsionen.


    Nieren

    Die linke Niere ist leichter darstellbar, während die rechte aufgrund ihrer Lage manchmal schwieriger zu erfassen ist. Während der Untersuchung werden die Größe und Form der Nieren sowie ihre beiden Hauptabschnitte beurteilt – die Rinde als äußere Schicht und das Mark als innerer Teil. Anhand ihres Erscheinungsbildes und ihres Verhältnisses zueinander kann der Tierarzt häufig eine Erkrankung erkennen und ihren Schweregrad bestimmen. Zu den mittels Ultraschall diagnostizierten Nierenerkrankungen gehören unter anderem Tumoren, Hydronephrose, das Fehlen einer Niere, Zystennieren sowie chronische Nierenerkrankungen.


    Harnblase

    Um sie beurteilen zu können, muss die Harnblase des untersuchten Tieres gefüllt sein. Das Organ wird im hinteren Bereich der Bauchhöhle dargestellt und erscheint als echofreie, also anechogene Struktur. Der Ultraschall der Harnblase wird durchgeführt, um unter anderem Harnsteine, Entzündungen, die Durchgängigkeit der Harnröhre oder Tumoren zu diagnostizieren.


    Gebärmutter

    Eine gesunde Gebärmutter ist im Ultraschallbild nur schwach sichtbar. Sie kann dargestellt werden, indem der Schallkopf im hinteren Bereich der Bauchhöhle zwischen dem Dickdarm und der Harnblase angelegt wird, daher ist es wichtig, dass die Patientin während der Untersuchung eine gefüllte Harnblase hat. Das Erscheinungsbild der Gebärmutter hängt unter anderem von der Anzahl der durchgemachten Geburten sowie vom physiologischen Zustand, etwa einer Trächtigkeit, oder von Krankheitszuständen wie zum Beispiel einer Pyometra ab.


    Prostata

    Die Prostata liegt kaudal der Harnblase und umgibt die Harnröhre. Aufgrund ihrer Lage ist für eine genaue Beurteilung eine gefüllte Harnblase wichtig. Ihre Größe ist individuell verschieden und hängt von Rasse, Größe des Patienten, Alter oder einer erfolgten Kastration ab. Während der Untersuchung werden die Homogenität beider Lappen sowie ihre Symmetrie beurteilt. Die prophylaktische Untersuchung der Prostata ist besonders bei älteren Patienten von Bedeutung. Bei ihnen treten am häufigsten Prostatavergrößerungen, Zysten oder Tumoren auf.


    Neben den beschriebenen Organen werden auch der Verdauungstrakt, darunter Magen, Dünndarm und Kolon, sowie kleinere Strukturen wie Nebennieren, Bauchspeicheldrüse, Eierstöcke, Lymphknoten, Blutgefäße, Hoden oder Schilddrüse beurteilt.


    Biopsie unter Ultraschallkontrolle

    Werden krankhafte Veränderungen in Organen festgestellt, besteht die Möglichkeit, unter Ultraschallkontrolle eine Feinnadel- oder Stanzbiopsie durchzuführen. Eine solche Untersuchung kann unter Sedierung des Patienten erfolgen, wodurch sie völlig stressfrei und schmerzlos ist und dank des gewonnenen Ergebnisses einen hohen diagnostischen Wert hat.

  • Vorbereitung des Patienten auf die Untersuchung

    Für eine Ultraschalluntersuchung muss jedes Tier entsprechend vorbereitet werden. Es ist darauf zu achten, dass der Patient vor der Untersuchung etwa 10–12 Stunden nüchtern bleibt. Das ist sehr wichtig, da Futter und Gase, die sich während der Verdauung im Verdauungstrakt bilden, die Darstellung vieler Organe erheblich erschweren. Außerdem sollte das Tier eine gefüllte Harnblase haben, was nicht nur die Beurteilung dieses Organs selbst, sondern auch der Gebärmutter oder der Prostata ermöglicht, für die die Harnblase ein sogenanntes akustisches Fenster darstellt.

    In der Untersuchungspraxis muss der Tierarzt für die Untersuchung das Fell im Bereich des untersuchten Areals scheren, da es eine Barriere für die Ultraschallwellen bildet. Anschließend wird ein spezielles Gel auf die Haut aufgetragen, das die Luft zwischen dem Schallkopf und der Hautoberfläche entfernt. Ist das Tier sehr nervös und unruhig, wird in manchen Fällen eine Sedierung empfohlen.

    Die Ultrasonographie ist eine vollkommen sichere und schmerzfreie Untersuchung, die heute sehr breit in der Diagnostik, Behandlung und Krankheitsprophylaxe bei Tieren eingesetzt wird. Sie ermöglicht die frühzeitige Erkennung pathologischer Veränderungen, die bei unserem Tier noch keine sichtbaren Symptome verursacht haben.