Vor über 20 Jahren begannen wir mit dem Kauf eines Hochfrequenz-Röntgengeräts. Anschließend installierten wir als Erste in der polnischen Veterinärmedizin ein direktes digitales Radiologiesystem. Heute erreichen wir mit der Computertomographie ein höheres Niveau, bei dem Strahlung in Form eines Spiralscans eingesetzt wird, was die Untersuchungszeit deutlich verkürzt und die veterinärmedizinische Computertomographie an die Humanmedizin angleicht. Der Computer ist notwendig, um alle aufgenommenen Bilder zu einem Gesamtbild zusammenzuführen, das sich räumlich bearbeiten lässt, sodass Schnitte an jeder beliebig gewählten Stelle erstellt werden können. Bei Bedarf kann auch eine dreidimensionale Projektion des gewünschten Bereichs erstellt werden, was in der fortgeschrittenen Orthopädie recht häufig genutzt wird.
Der Wert einer präzisen Diagnostik ist für die spätere Behandlung von unschätzbarer Bedeutung. Insbesondere chirurgische Eingriffe, denen eine so genaue Analyse des veränderten Bereichs vorausgeht, können deutlich erfolgreicher sein. Sie findet unter anderem Anwendung in der Orthopädie (z. B. bei Ellbogendysplasie), in der Neurologie – sie ermöglicht Einblick in Veränderungen im Gehirn oder Rückenmark – sowie in der Onkologie, wo sie primäre und sekundäre Veränderungen diagnostiziert. Nach Verabreichung eines Kontrastmittels werden krankhafte Veränderungen in der Lunge oder in der Bauchhöhle sehr gut sichtbar.
Hervorzuheben ist, dass die CT-Untersuchung ein nichtinvasives und schmerzfreies Verfahren ist. Die Notwendigkeit einer leichten Narkose ergibt sich daraus, dass das untersuchte Tier während der Untersuchung regungslos liegen muss, während der Gerätekopf den auf einem beweglichen Tisch liegenden Patienten scannt. Seine Vitalfunktionen werden von einem Tierarzt mit Hilfe eines speziellen anästhesiologischen Geräts überwacht, das mit dem Tomographen zusammenarbeitet.
In der Humanmedizin ist der Einsatz der Computertomographie bereits Routine, auch wenn es sich nicht um ein besonders kostengünstiges Verfahren handelt. Es zeigt sich jedoch, dass sich die in der Diagnostik entstandenen Kosten während der Behandlung – insbesondere bei chirurgischen Eingriffen – doppelt auszahlen. Der Arzt erlebt während der Operation keine Überraschungen, sondern weiß genau, welche Maßnahmen zu ergreifen sind, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Leider liefert das CT-Bild ihm manchmal – insbesondere in der Onkologie – auch die Grundlage dafür, von einem unnötigen Eingriff abzusehen.
Die Befundung der CT-Untersuchungen erfolgt bei uns durch:
Dr. med. vet. Grzegorz Wąsiatycz,
Tierärztin Maria Wąsiatycz,
Tierärztin Anna Kubaczewska.
Für eine schnellstmögliche Operation erstellen außerdem folgende Spezialisten verkürzte Befunde bildgebender Untersuchungen:
der Spezialist für Radiologie und Orthopädie
Tierarzt Krzysztof Kamiński
sowie der Spezialist für Radiologie und Hochschullehrer am Universitären Zentrum für Veterinärmedizin der Landwirtschaftlichen Universität Krakau
Tierarzt Wiktor Turek.
Den Entwicklungen der Humanmedizin folgend, bieten wir seit Kurzem auch die Magnetresonanztomographie an. Sie ist eine ergänzende Methode zur Untersuchung mittels Computertomographie. Zusammengenommen liefern diese beiden diagnostischen Verfahren ein vollständiges Bild der Weich- und Knochengewebe im Organismus unseres Patienten.